Die Rahmenhandlung Kunst Bilderrahmen | Passepartout
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Passepartout

 

Passepartout ist eine Wissenschaft für sich und es gibt unzählige Hersteller mit unzähligen Produkten, die sich in Farbe, Qualität, Stärke und Oberflächenbeschaffenheit unterscheiden.

 

Grundsätzliches und wichtigstes Unterscheidungsmerkmal ist, ob ein Passepartoutkarton aus kaschierter, säurehaltiger Holzschliffpappe besteht,  oder ob es sich um einen hochwertigen Museumskarton handelt, der aus gepufferter, ligninfreier Alphazellulose oder sogar vollkommen säurefreien Baumwollhadern hergestellt wird. Die Kartons sollten natürlich auch neutral geleimt und dauerhaft Farbstabil sein.

Die oben genannte kaschierte Holzschliffpappe, zu erkennen an der gelb-braunen Schnittkante des Passepartouts, eignet sich eigentlich gar nicht. Sie wurde aber bis Mitte der 90er Jahre häufig von vielen Einrahmern wohl aus Kostengründen benutzt, findet aber erstaunlicherweise auch heute noch vielfach Verwendung. Aus diesen ungeeigneten Passepartoutkartons tritt im Laufe der Zeit Säure aus, die das Material der eingerahmten Arbeiten angreift und zersetzt. Wenn Sie solche verfärbten Schnittkanten an Ihren Passepartouts sehen und den Wert Ihre Bilder auch in Zukunft erhalten wollen, sollten Sie diese schädlichen Kartons am besten umgehend austauschen lassen.

 

Es gibt heute sehr gutes Passepartout, das zwar nicht aus Baumwolle sondern aus Alphazellulose hergestellt wird, aber durch entsprechende Herstellungsverfahren qualitativ so hochwertig ist, (dem Papier wurde zumindest das säurehaltige Lignin entzogen und der Karton wurde mit Calciumcarbonat gegen eventuelle Säurereste abgepuffert) dass es problemlos in der Standardeinrahmung zu einem vernünftigen Preis eingesetzt werden kann. Für wertvolle Arbeiten sollten Sie aber, wie gesagt, am besten nur ein Museumspassepartout verwenden.

Für die dauerhafte Einrahmung von Photos eignen sich wiederrum keine Passepartouts die mit Calciumcarbonat gepuffert wurden, weil der Photokarton selbst schon alkalisch reagiert und dieser Effekt durch das gepufferte Passepartout noch verstärkt werden würde. Nehmen Sie für wertvolle Photoarbeiten daher stets ein ungepuffertes Passepartout in Museumsqualität.

 

Bei der Montage Ihrer Arbeiten verwenden wir selbstverständlich nur Material in Museumsqualität und verzichten dabei auf alles was irgendwie mit irreversiblem „Kleben“ oder „Schneiden“ zu tun hat.

Wenn wir selbst aus optischen Gründen gerne Passepartout in dezent abgestuften weiß oder beige Tönen verwenden, gibt es hier gerade in der Farbauswahl fast alles was das Herz begehrt. Mit einem allzu farbigen Passepartout kann ein Bild jedoch auch leicht erschlagen werden, wo doch der Sinn eines Passepartouts eigentlich darin liegt, eine “Ruhezone” zum Rahmen zu schaffen, schließlich soll ja das Bild wirken und nicht das Passepartout.

 

Sehr schöne Effekte lassen sich mit stärkerem Karton erzielen, wobei der Standardwert etwa bei einer Stärke von 1,5 mm liegt. Mit einem 3 mm Karton kann ein Bild eine schöne Tiefe bekommen und ist bei -dickerem Farbauftrag- auch vor einem Kontakt mit dem Glas geschützt.

Zu allen Fragen hinsichtlich Passepartout und dessen Verwendung beraten wir Sie gerne ausführlich und anhand von Beispielen und Mustern.